Dr. Yasin Aktas | Feste Zähne an einem Tag - Das All On 4 Prinzip
Das „Feste Zähne an einem Tag“ oder „All-on-4™“ Behandlungsprotokoll ist ein Implantationsverfahren, das die Möglichkeit bietet, den Patienten bei Zahnlosigkeit oder reduziertem Restgebiss innerhalb weniger Stunden mit einer festsitzenden Brücke zu versorgen.
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Feste Zähne an einem Tag

Das „Feste Zähne an einem Tag“ oder „All-on-4™“ Behandlungsprotokoll ist ein Implantationsverfahren, das die Möglichkeit bietet, den Patienten bei Zahnlosigkeit oder reduziertem Restgebiss innerhalb weniger Stunden mit einer festsitzenden Brücke zu versorgen. Es basiert auf der Verwendung von 4-6 Implantaten im zahnlosen Kiefer. Ziel des Verfahrens war es, aufwendige knochenaufbauende Maßnahmen zu umgehen und den vorhandenen Knochen optimal auszunutzen. Dies wird erreicht, indem beide hinteren Implantate  zur Umgehung kritischer Nachbarstrukturen, wie der Kieferhöhle im Oberkiefer, oder Nervaustrittspunkten im Unterkiefer, schräg inseriert werden.

Warum ist dies möglich?

Früher musste man doch 3-6 Monate bis zur Einheilung warten, und jetzt sollen die Implantate am selben Tag belastet werden? Eine häufig gestellte Frage.

 

Es gibt 3 Gründe, warum dies heute möglich ist:

 

1. Die Weiterentwicklung des Implantatdesigns;

2. Verwendung längerer Implantate ( 15-18 mm);

3. Die „polygonale Versteifung“ der Implantate unmittelbar nach Eingriff,
soll heissen, die Implantate werden über die provisorische Brücke miteinander verbunden.

 

Gerade die in den Punkten 1 und 2 genannten Gründe sorgen für einen festeren Verbund des Implantats mit dem Kieferknochen (erhöhte Primärstabilität).

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Wieso kommt dieses Verfahren ohne Knochenaufbau aus?

Eine der Folgen von Zahnverlust ist immer auch Knochenverlust. Sobald keine Reize, wie z.B. der Kaudruck über die Zähne an den Knochen weitergegeben werden, bildet sich dieser aufgrund von Inaktivität zurück.
Gerade im Oberkiefer kommt ein zweiter Grund hinzu: die Pneumatisation, sprich Ausdehnung der Kieferhöhle. An den Wurzelspitzen der Zähne 4-7 beginnt normalerweise die Kieferhöhle. Fehlen diese, dehnt sich die Kieferhöhle aus. Das heisst, der Oberkiefer verliert auf zweierlei Art Knochen (siehe Abb.)

Bei dem konventionellen Verfahren würde nun erst einmal ein Knochenaufbau in der Kieferhöhle erfolgen und die Implantation dann nach 6 Monaten. Bei dem All-on-4™-Verfahren setzt man nun unter Umgehung der Kieferhöhle das Implantat schräg ein, und nutz den Knochen vor der Kieferhöhle in seiner gesamten Länge aus (siehe Abb.)

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